Lyrik, 2026
Ich sehe was und was siehst Du?
Glaubst Du daran, dann wird es wachsen.
Es wächst mit Dir, nach Deiner Norm
in Sinn, Gefühl, Farbe und Form.
Was rechts verstreut ist, nimmt Formen an,
Es sagt zu Dir: „He, sich mich an!“
Ich bin am Anfang, noch ganz klein.
Ich werde wachsen, größer sein.
Ich blühe auf nach Deinem Bild,
Bin doch ich selbst und frei und wild.
War eben Samen, bin jetzt Tat,
Bin das, was mich Dein Wachsen bat.
Wenn ich vergehe,
werd' ich bleiben.
Ein Rest von Holz, ein grauer Fleck,
wo werden war, da kommt nichts weg.
Es wandelt sich, nur das ist klar:
Nichts bleibt am Ende, wie es war.
Was ich da seh', ist Schöpferkraft.
Was hast du da gesehen, was Gott geschafft hat?